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Auswirkung von E-Commerce auf den Einzelhandel

Auswirkung von E-Commerce auf den Einzelhandel

E-Commerce verdrängt den klassischen Einzelhandel

Beim stationären Einzelhandel tut sich seit einiger Zeit eine Schere auf, die immer wieter auseinandergeht . Während die größeren Unternehmen mit über 100 Mitarbeitern in der Mehrheit gute Umsätze einfahren, werden die Einbußen bei kleineren Fachgeschäften deutlich massiver. Nach Einschätzung des Handelsverbandes Deutschlands (HDE) droht etwa 50.000 Läden in den nächsten Jahren das Aus. Grund dafür ist die Online-Konkurrenz aus dem Internet.

Die Konsumstimmung geht am kleinen Fachhändler vorbei

Größere Handelsketten profitieren von der positiven Konsumlaune der Verbraucher, die auf einer Rekordzahl an Erwerbstätigen sowie auf gestiegenen Einkommen beruht. Allein in 2017 hat der Einzelhandel Umsätze von 501 Milliarden Euro erzielt, rund drei Prozent mehr als im Vorjahr. Allerdings kommt dies nur den größeren Handelsketten zu Gute, während die Kauflust an den kleineren Fachhändlern vorbeigeht.

Der Online Handel boomt

Die Schwächung der kleinen Unternehmen liegt vor allem an der rasanten Entwicklung des E-Commerce mit einem Umsatzzuwachs auf 48,7 Milliarden Euro in 2017. Der Internet-Handel bleibt damit der Wachstumsmotor der Branche.

Der Erfolg ist auch bei den großen Handelsunternehmen mit vielen Filialen angekommen. Sie haben konsequenterweise viel Geld in die Erweiterung Ihrer Internetplattformen investiert und verkaufen Ihre Ware parallel online und offline. Diese Strategie scheint bei den Kunden sehr gut anzukommen.

Die Kleinen hinken hinterher

Die kleinen Fachhändler sind in der Regel nicht in der Lage, in das Geschäft mit dem E-Commerce einzusteigen, weil ihnen oft Basisvoraussetzungen fehlen. Betriebe mit kleinem Budget werden vom Wachstumstrend abgeschnitten, umgekehrt profitieren investitionsstarke, große Einzelhändler. Besonders stark betroffen ist die Modebranche. Kleine Boutiquen und Fachgeschäfte können mit den Platzhirschen am Markt nicht mithalten.

Im Lebensmittelhandel sieht es besser aus, da der E-Commerce hier nur einen verschwindend geringen Anteil hat. Aber auch in dieser Branche drohen große Konzerne mit der Einrichtung von Lieferdiensten bzw. die bereits vorhandenen Online-Angebote der wichtigsten Supermarktketten in Deutschland. Der HDE prognostiziert in diesem Segment immense Zuwächse in den kommenden Jahren.

Entwicklung der Digitalisierung im Einzelhandel

Eine Studie aus dem Jahr 2017, an der der deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) sowie 41 einzelne Industrie- und Handelskammern beteiligt waren, hat die Ergebnisse einer Befragung von über 2.000 Einzelhändlern ausgewertet. Fazit daraus ist, dass klassische Geschäftsmodelle des deutschen Einzelhandels gründlich überdacht werden müssen.

Mehr als die Hälfte der befragten Betriebe betreiben ihren Verkauf ausschließlich stationär. Ein Teil von ihnen will in den nächsten fünf Jahren in den E-Commerce einsteigen, der Großteil ist jedoch noch unentschlossen. Umgekehrt planen viele nur online agierenden Händler den Offline-Verkauf. Das wird den Handlungsdruck für Ladengeschäfte weiter erhöhen.

Positiv festzuhalten ist allerdings, dass sowohl online als auch stationär aktive Händler mehr und mehr dazu übergehen, ihre Vertriebskanäle zu verbinden, etwa mit Online-Reservierungen und anschließender Abholung vor Ort.

Die Themen Digitalisierung und E-Commerce sind ins Bewusstsein der Einzelhändler eingedrungen, aber es gibt immer noch sehr viel Skepsis. Die Studie zeigt jedoch auf, dass die großen Marktplätze und die Wünsche der Kunden den Einzelhandel mit neuen Herausforderungen konfrontieren. Dieser muss möglichst bald Antworten finden, um dem sich verschärfenden Wettbewerb standzuhalten.

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